Die Schrittemacher

Über Glücks- und andere Schritte im 6. Solo-Business Jahr

Annett Liskewitsch mit Blick auf die wellige Ostsee

Inhaltsverzeichnis

work, walk, write & repeat

Es ist zu einer kleinen Tradition geworden, dass ich jedes Jahr im August einen Geburtstags-Beitrag veröffentliche, in dem ich auf das vergangene Business Jahr als Solo-Selbstständige zurückblicke. Es ist der 6. Beitrag in dieser Reihe, denn am 1. August 2025 sind DIE SCHRITTEMACHER 6 Jahre alt geworden.

Letztes Jahr habe ich den Schrittemacher-Geburtstag mit einer Geburtstags-Wanderung gefeiert. Davon berichte ich ausführlich in der Podcast-Folge und im Blogbeitrag5 Jahre DIE SCHRITTEMACHER – ein ehrlicher und unverblümter Blick auf mein 5. Business Jahr“.

Der 6. Geburtstag wurde nicht besonders gefeiert. Ich habe ihm einen Social Media Beitrag gewidmet, in dem ich Fotos von den 6 August-Monaten gepostet habe, auf denen ich und einige meiner Wegbegleiter:innen zu sehen sind.

Ich blättere nun mit dir durch meinen Kalender, der gleichzeitig ein Tagebuch ist, ab August 2024 und nehme dich mit auf meine Wege durch das letzte Jahr.

Hand und ein Teil vom Arm mit Pullover auf dem "Keep Going" steht. Der Arm liegt auf einer Laptop Tastatur
Keep Going - mein Motto draußen beim Gehen als auch drinnen beim Schreiben

Das Business Jahr startete mit Pause

Der Business -Alltag machte von Ende August bis Mitte September erstmal Pause. Wir sind zu viert als Familie für drei Wochen durch den Westen der USA gefahren. Lustigerweise war es genau 30 Jahre her, 1994, dass ich nach dem Abitur als Au Pair in die USA geflogen bin. Mein Wunsch damals war, nur ein Kind zu betreuen und eine Gastfamilie in Kalifornien zu finden. Kinder hatte ich dann drei (damals 6, 5 und 3 Jahre alt) und ich wohnte in Burlington, Vermont, eine Stunde von der kanadischen Grenze und somit ziemlich weit von Kalifornien entfernt.

Ich hatte seit ca. 25 Jahre nur noch sporadisch Kontakt zu meiner Gastfamilie, in den letzten Jahren kaum, obwohl mich ihre Meinung zu all den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA schon interessiert hätte. Aber wie das immer so ist, mit dem, was man sich vornimmt und dann tatsächlich umsetzt.

Im Vorfeld unserer Reise letztes Jahr habe ich meine Gasteltern gegoogelt und meine ehemalige Gastmutter bei LinkedIn gefunden und angeschrieben. Hier muss das Universum seine Finger im Spiel gehabt haben, denn Julie antwortete in kürzester Zeit: eigentlich sei sie, jetzt als Rentnerin, nur noch sehr selten auf LinkedIn, hatte aber aus irgendeinem Grund reingeschaut und meine Nachricht gesehen. Sie freute sich sehr und fragte, ob wir nach Vermont kommen, wo sie (die Eltern) immer noch wohnen. Die drei Kinder, alle erwachsenen und selbst Eltern, leben verstreut in New York, Chicago und San Franzisko. Hey, wie cool. Unser Flug ging nach San Franzisko, wo wir die ersten Tage bleiben und von dort dann Richtung Salt Lake City fahren wollten.

Sie gab mir die Nummer von Thomas, der jüngste der drei Kinder, der mit seiner Frau Hannah, sie hatten tatsächlich vor zwei Wochen geheiratet, in SFO lebt. Ich war ziemlich nervös, denn für ihn – er war damals 3 Jahre alt und hat gewiss nicht die Erinnerungen an unser gemeinsames Jahr, die ich habe, waren wir vier Fremde. Wir trafen uns am zweiten Abend zum Essen und ich war einfach nur hin und weg: von ihm – es war damals schon zuckersüß und sah jetzt mit 33 sehr gut aus, von seiner Frau Hannah und von unseren Gesprächen. Zum Glück hatte ich ein paar Fotos von damals dabei, anhand derer wir so einige Geschichten aufgewärmt haben. Was für ein schönes Wiedertreffen nach 30 Jahren.

Die drei Wochen in den USA waren perfekt. Bis auf das Wetter, das die meisten Tage einfach zu heiß war. Zu dieser Reise gibt es eine Podcast-Folge mit dem Titel „Für und Wider amerikanischer Eigenheiten“ und einen Blog-Beitrag mit schönen Fotos mit dem Titel: „7 Dinge, die mir bei meiner USA Reise (positiv & negativ) aufgefallen sind“.

Thomas, eins der 3 Kinder, die ich betreut habe & ich in San Franzisko nach 30 Jahren

Business as usual & doch nicht

Zurück in Deutschland und zu Hause ging das neue Schrittemacher Business Jahr Mitte September dann richtig los. Monatliche Termine wie der Business Women Walk (der läuft noch immer – mal mit mehr mal mit weniger Teilnehmerinnen) oder der Walk & Talk mit meiner langjährigen und treuesten Kundin Sandra, mit einer neue „GEH raus & werde sichtbar“ Kundin, verbunden via Telefon und Zoom und mit der Auftaktveranstaltung des Kultich Mentoring Programms, bei dem ich im 2. Durchgang als Mentee dabei war bzw. bin. Noch läuft das Programm; Mitte September haben wir die feierliche Abschiedsveranstaltung in Schwerin. Zu dem Zeitpunkt wusste ich bereits, dass meine Wunsch-Mentorin, Eva Maria Buchholz, Leiterin des Hinstorff-Verlages hier in Rostock, der Anfrage vom Orga-Team nach einem Tandem mit mir zugestimmt hatte.

Dieses Mentoring war ein großer Glücks-Schritt für mich. Ohne die Treffen mit meiner Mentorin, wäre ich heute mit meinem Buchprojekt längst nicht da, wo ich bin: gerade heute – wo ich diesen Blog-Beitrag vorbereite, habe ich das letzte Kapitel an den Verlag (Bubble your Hub), der mich bei der Buch-Veröffentlichung unterstützt, abgeschickt. Ich freue mich riesig auf die nächsten Schritte. Besonders auf den geplanten Besuch auf der Frankfurter Buchmesse Mitte Oktober, wo der Verlag mich und das Buch vorstellen möchte.

Zum Mentoring gehörten diverse Veranstaltungen, Workshops und Netzwerktreffen. Zu Beginn, also im 2. Halbjahr 2024 habe ich regelmäßig teilgenommen. In der ersten Hälfte von 2025 dann weniger, weil ich entweder keine Zeit und andere Termine hatte oder weil mich die angebotenen Themen nicht angesprochen haben. Ich habe schnell gemerkt, dass ich schon einige Schritte weiter bin als die anderen Mentees und eine andere Unterstützung als sie brauche. Dennoch gefällt mir das Konzept sehr gut und ich habe mich bereit erklärt, im nächsten Durchgang Mentorin zu sein, sofern sich ein passendes Tandem ergibt.

Wie im Frühjahr so habe ich auch im Herbst 2024 verschiedene Tagesseminare beim AFZ – Aus- und Fortbildungszentrum Rostock durchgeführt. Themen im Herbst waren „Employer Branding – Marketing in eigener Sache“ sowie „Zeit und Selbstmanagement“. Mal gebe ich diese Kurse direkt beim AFZ, mal als Inhouse-Schulung in den Räumlichkeiten der Unternehmen. Im April 25 war dann das Thema „Zeitmanagement sowie Büro-Organisation“.

Eigentlich hatten wir für Spätherbst 2024 noch einmal ein Sichtbarkeits-Training hier vor Ort in Rostock geplant, doch es kamen keine 4 Teilnehmerinnen zusammen, wohl auch weil ich zu wenig/kaum Werbung gemacht habe. Die Beta-Variante des Sichtbarkeits-Trainings, bei dem ich mit drei Profis hier aus Rostock zusammengearbeitet habe, hat allen so wunderbar gefallen und tolle Ergebnisse bei den Frauen gebracht. Laut Marketing sollen wir, wenn etwas gut lief, ja gleich weiter machen, am besten während des Durchgangs schon Plätze für die nächste Runde verkaufen. Das kann ich irgendwie nicht. Ich mache lieber einen Schritt nach dem anderen. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, warum es im Herbst nicht zu Stande kam. Dafür gibt es – neben der mangelnden Bewerbung – noch andere Gründe wie z.B.: in der dunklen Jahreszeit ziehen sich die Menschen eher zurück, als dass sie nach draußen gehen und auf sich aufmerksam machen. Vor Weihnachten finden so viele andere Veranstaltungen und Treffen statt, so dass viele an den wenigen freien Tagen einfach ihre Ruhe haben wollen. Und auch der Faktor Finanzen spielt eine Rolle; entweder das Geld wird für Weihnachten gebraucht oder am Ende des Jahres ist für Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung nicht mehr viel übrig vom dafür vorgesehenen Budget…

Wie dem auch sei, wir wollten es aufs Frühjahr vertagen, wenn alle wieder gern raus und sich zeigen wollen, doch mit Buchprojekt am Start habe ich das Sichtbarkeits-Training total aus den Augen verloren. Ich verurteile mich dafür nicht, sondern sage mir, alles kommt zu seiner Zeit. Wenn es jetzt nicht stattfindet, dann sollte es jetzt auch nicht sein, dann ist es nicht die passende Zeit.

Auftaktveranstaltung vom Kultich Mentorin
Programm im Rostocker Rathaus

Was habe ich wirklich gelernt?

Ich finde gut, dass ich da entspannter geworden bin. Ich habe ja auch genügend Lehren aus meiner Vergangenheit ziehen können. Und da das, was ich gelernt habe – mich nicht unter Druck zu setzen und etwas mit aller Macht umsetzen zu wollen – meistens mit Schmerz verbunden war, den ich nun gern vermeiden möchte, erinnere ich mich gut, an das, was ich gelernt habe.

Lustigerweise hatte ich jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, einen kleinen „Rückfall“. Wobei da nicht nur der Druck reinspielt, den ich mir mit der Fertigstellung des Buches und der Aufzeichnungen der Wanderrouten gemacht habe. Hinzu kam eine Erkältung, die ich mir zum einen während der Goldenen Hochzeit meiner Eltern zuzog: Es war der 31.7. wo es hier in Bentwisch so stark regnete wie noch nie und ich zwei Stunden mit komplett nassen Füßen im Garten meiner Eltern für die Gäste da war und wir zwischen Kaffeetrinken im Garten und Abendessen im Restaurant zu viert bei uns am Haus, denn durch unseren Garten floss ein Bach, Wassereimer geschleppt und Pumpen angebaut haben.

Eine weitere Verkühlung kam dann eine Woche später hinzu, bei der Wanderung von Wustrow nach Ahrenshoop und zurück, die ich für mein Buchprojekt aufgezeichnet habe. Es war so windig und so kalt und obwohl ich eine dickere Jacke von Agnieszka, die mit mir diese Tour gewandert ist, anhatte, war ich abends so durchgefroren und ko, dass dies – neben dem Druck, das Buch bis zur geplanten Deadline fertig zu schreiben – wohl ein weiterer Grund für den Hilferuf meines Körpers – leider wieder mit Magenschleimhaut-Entzündung – war, dass ich doch bitte eine Pause mache.

Die habe ich tatsächlich auch gemacht. Ich bin nicht, wie geplant, mit meinem Mann nach Rügen gefahren, um den Geburtstag seines Vaters zu feiern und eine weitere Wanderung aufzuzeichnen, sondern bin zu Hause geblieben und habe es mir im Liegestuhl im Garten mit Tee und Zwieback sowie mit Buch und Zeitschrift gemütlich gemacht. Früher hätte ich das nicht gemacht, denn was denkt denn die Familie, wenn ich nicht mitkomme, ich muss doch funktionieren, so schlimm ist es ja nicht, ich habe doch bisher immer alles geschafft… Darum mag ich das Älter werden: wir werden weiser und erfahrener, wir wissen, was wir wollen und besonders, was wir nicht mehr wollen, wir lernen unseren Körper immer besser kennen und hören auf ihn… das ist doch schön, oder?

Gartenliege im Schatten und Beistelltisch mit Lektüre, Tee und Zwieback
Mein Genesungs- & Ausruhort sowie jederzeit mein Kraftort - Garten & Natur

Vertrauen & Veränderungen annehmen

Nun aber zurück zum Jahresrückblick. Eine Sache fällt mir noch ein, die vor Weihnachten geplant war, dann aber doch erst im Februar 2025 stattfand. Und zwar hatten meine Business Freundin Christiane Welkener und ich im Frühjahr 2024 ein Eintages-Retreat zum Thema „Visionen – hier und darüber hinaus“ durchgeführt. Es ging um moderne Spiritualität und wie wir kleine Rituale im Alltag für unser Wohlbefinden nutzen können und es ging um Visionen und Zukunftswünsche, die wir zunächst bei einem Vision Walk durch die Rostocker Wallanlagen ergangen sind und anschließend zurück bei Christiane im Studio auf einem Visionboard sichtbar und greifbar gemacht haben. Die Teilnehmerinnen, die anfangs etwas skeptisch waren, hatten so einige Aha-Momente und eine richtig gute Zeit. Wir natürlich auch. Und deswegen wollten wir dieses Angebot wiederholen. Auch hier gab es diverse Gründe, warum wir es vom Spätherbst 24 auf Februar 25 verschoben haben. Wir haben ein paar Veränderungen vorgenommen und so war das Motto am 21.2. „Seelenzeit für neue Wege. Klarheit für dein 2025“. Auch das war ein sehr berührender und erkenntnisreicher Nachmittag, der sowohl für Christiane als auch für mich Folgeaufträge nach sich zog und den wir auf jeden Fall Ende 25 oder Anfang 26 wiederholen wollen.

Im Dezember 24 habe ich einen Blogartikel mit dem Titel „Meine 3 größten Learnings in 2024 & Jahresrückblick anhand meines Visionboards“ geschrieben und auch eine Podcastfolge „Meine 3 größten Learnings in 2024“ aufgenommen. Da kannst du ergänzend zu diesem Beitrag gern noch einmal reinhören bzw. reinlesen.

Das war der Rückblick und im Januar bzw. Februar blickte ich nach vorne, zum einen mit dem Blogbeitrag „Spaziergang über mein Visionboard für 2025“ und zum anderen mit der Podcast-Folge „Visionen 2025“. Die Podcasts kannst du die auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie auf meiner Website anhören. Dort findest du auch alle Blogbeiträge.

Beim Workshop "Seelenzeit für neue Wege" - VisionWalk in den Rostocker Wallanlagen

Rückbesinnung auf das gute Bekannte

Das neue Jahr startete mit einem neuen Thema, das so neu eigentlich nicht ist, denn wer mich kennt, weiß, dass ich sehr ordentlich bin, dass ich stundenlang auf- und umräumen kann, dass ich To-Do- bzw. allgemein Listen liebe und dass ich sehr strukturiert bin. Ich hatte in 2024 tatsächlich überlegt, das SCHRITTEMACHER-Business komplett aufzugeben, mir einen neuen Namen zu suchen und in die Richtung Ordnungscoaching zu gehen. Doch als ich gemerkt habe, wie bekannt mein Name DIE SCHRITTEMACHER ist, wie gut ich bei google gerankt werde und wie ich die Marke in den letzten 6 Jahren aufgebaut habe, habe ich diesen Gedanken schnell wieder verworfen und mich gefreut, dass mein Name DIE SCHRITTEMACHER so einfach und doch so gut und vielfältig sowie ein- und umsetzbar ist.

Schritt für Schritt zu einem geordneten Leben, schrittweise zu mehr Struktur – das waren erste Slogans, die mir einfielen und die ich dann peu á peu in neue Angebote umgewandelt habe. Umgewandelt bzw. aktualisiert habe ich Anfang des Jahres dann auch meine Website. Zu den bisherigen Walking- und Beratungsangeboten ist nun der Bereich „Klarheit & Struktur“ gekommen, der die Formate „Schritte zur Klarheit“ (darunter fällt auch der Vision Walk, der auf der Website verschoben wurde), „Ordnungsschritte“ und „Schrittweise Struktur“ enthält. Du siehst, ich bleibe meinen Wortspielen treu. Das meinte ich vorhin, als ich sagte, der Name ist so einfach und vielfältig, ja, es ist ein sehr dankbarer Name, den ich immer wieder neu interpretieren kann. Das ist am Rande vielleicht auch ein kleiner Tipp für dich, wenn du gerade am Gründen bist oder nach einem (neuen) Namen/Slogan für dein Business suchst. Halte es einfach. Verständlich. Langlebig.

Im Januar und Februar hatte ich gleich mehrere Aufräum-Aufträge, u.a. bei Christiane im Fotostudio, in ihrem kleinen Atelier, wo wir viele Kleider und Requisiten fürs Fotografieren durchgesehen, entsorgt und neu geordnet haben. Auch bei ihr zu Hause im Büro haben wir Klarheit und Struktur sowie neue Ablagemöglichkeiten geschaffen und viel „Altpapier“ – was hat man früher alles ausgedruckt und aufgehoben – entsorgt. Die Aufräum-Aktion bei ihr zu Hause haben wir parallel als Mini-Fotoshooting genutzt, so dass ich ein paar Praxisbilder für meine Website hatte. Einige Zeit später war sie noch mal bei mir zu Hause, um Nahaufnahmen und mich beim Aufräumen zu fotografieren. Du siehst diese Fotos auf meiner Website unter „Deine Schritte zu mehr Klarheit & Struktur“.  

Gleich in der ersten Januarwoche – wenn die Vorsätze und gesteckten Ziele noch frisch im Kopf sind, haben eine Kundin bei mir aus Bentwisch und ich ihr Büro aufgeräumt. Sie hat mehrere Filialen in M-V verteilt, macht Abrechnung, Orga usw. von zu Hause aus, wo sie ein relativ großes Büro hat. Hier war das Thema, dass das Büro auch noch für ganz viel anderes genutzt wurde, was überhaupt nichts mit der Arbeit zu tun hat. Zunächst sind wir die super vollen Schränke durchgegangen, haben Kategorien aufgestellt und entschieden, was bleibt und was nicht, haben neue Plätze (außerhalb des Büros) für bestimmte Dinge gefunden und dann die Schränke neu eingeräumt und auch die Anrichtung einiger kleiner Möbelstücke geändert, optimiert. Beide Frauen sagten mir hinterher, wie gern sie jetzt wieder in ihr Büro gehen und dass das Arbeiten viel leichter fällt und auch mehr Spaß macht.

Passend dazu war ich im Januar mal selbst Gast bei einem Podcast und zwar beim Video-Podcast „bildungsreif“ vom Aus- und Fortbildungszentrum Rostock, wo ich Tagesseminare u.a. zum Zeit- und Selbstmanagement gebe. Das war dann auch das Thema unseres Gesprächs „Mehr Zeit, mehr Fokus: Expertentipps für deinen Alltag“. Zeit- und Selbstmanagement ist einfach mein Steckenpferd und gehört wie Büro aufräumen oder Struktur in deine Business-Abläufe bekommen, zu meinem neuen Angebot „Klarheit & Struktur“. Irgendwie passt ja auch alles zusammen. Zunächst gehen wir raus und sammeln beim Walk & Talk Anregungen & Ideen oder werden uns klar, was zu tun ist. Dann ordnen und strukturieren wir das Ganze, priorisieren und setzen letztendlich um. Wenn ich das so sage, erinnert mich das immer wieder an meinen ersten Kurs „Runter vom S.O.F.A.“, wo die einzelnen Buchstaben für einzelne Module bzw. Schritte stehen: S – wie sammeln, O – wie ordnen, F – wie festlegen und A – wie anfangen. Den Kurs gibt es aktuell nicht, doch ich bediene mich oft bei 1:1 Begleitungen an seinen Inhalten.

Annett Liskewitsch mit 2 Moderatorinnen bei der Podcastaufnahme im Studio des AFZ
Celine, Maria & ich bei der Aufnahme des AFZ Podcasts "bildungsreif"

Das Universum hört dich - immer

Auf meinem Visionboard für 2025 hatte ich mir gewünscht und mit einem Foto festgehalten, dass ich wieder mehr GEHspräche und TeamWalks führen möchte. Manchmal ist der Wunsch kaum gedacht, geschweige denn ausgesprochen und schon erfüllt er sich. Ich bekam einen Anruf vom Hansejob Center Rostock und wurde gebeten, ein Angebot für ein TeamWalking Event zu unterbreiten. Die Teams des Unternehmens konnten sich aus mehreren Aktionen/Angeboten das für ihr Team passendste aussuchen. Für mein TeamWalking haben sich gleich drei Teams entschieden. Anfang Februar sprachen wir alles ab und ein Team wollte bereits Ende Februar den 4-stündigen TeamWalk umsetzen, die anderen beiden Teams planten ihre Teambuilding-Tage für März und April. Aufgrund einer Krankheitswelle verschoben sich alle Termine, so dass zwei im April und einer im Mai stattfanden. Bei allen drei war es gefühlt zu kalt (bei dem Walk im Mai, am 22.5., hatte ich (und auch die Teilnehmer:innen) sogar noch Mütze auf und Winterjacken sowie Handschuhe an. Verrückt. Auch wenn der Wind kalt und die Wolken beängstigend dunkel waren (alle Male hat das Wetter am Vormittag bis zum Ende der Veranstaltung gehalten), so sind wir uns warm gegangen bzw. wurde uns bei bewegten Aktionen am Strand und im Wald warm und auch das viele Lachen hat zur Aufwärmung – im doppelten Sinne, denn es ging auch darum, sich als Team besser kennenzulernen – beigetragen.

2024 wurde aus dem Pilot Projekt „Gescheiter(t)? – Die Show“ das Robert Behrens vom Studio Fünf und ich ins Leben gerufen hatten, das neue Format „Local Lights“, wo wir entweder im Studio bei Robert und bei den Unternehmen vor Ort Interviews als Videos für die spätere eigene Vermarktung oder auch als Recruiting-Tool aufgenommen haben. Ende 2024 und Anfang 2025 habe ich noch einige Interviews moderiert. Jetzt ist es ruhiger geworden, da Robert vieles mit seinem gewachsenen Team selbst erledigen kann und er auch bzgl. der Kosten schauen muss. Auch gab es bei ihm viel Bewegung, viele Veränderungen, eine ist z.B. dass aus Studio Fünf = FünfFrames wurde. Ab Herbst, wenn auch die neue Förderperiode beginnt, soll ich wieder öfter eingesetzt werden, besonders beim neuen Format „Local Lights on Tour“, wo wir die Interviews und Videos unterwegs aufnehmen. Da freue ich mich schon drauf, wobei ich auch schauen muss, wieviel Zeit ich im Herbst habe, wenn mein Buch und ich auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden. Keine Ahnung, was da alles auf mich zukommt.

Apropos Buch – seit März dieses Jahres bin ich in Kontakt mit Lisa Vanovitch. Sie ist Leiterin vom Verlag Bubble Your Hub sowie Geschäftsführerin der Vanovi Design GmbH. Ich hatte ihr – und drei anderen Verlagen – mein Exposé und ein Beispielkapitel geschickt und sie war sofort am Buch-Thema interessiert: „Das klingt wirklich spannend. So ein Buch hat sicherlich eine gute Zielgruppe – ich gehöre gewiss selbst dazu!“ Es folgten mehrere Zoom-Treffen und dann der Vertrag, wo ich sehr dankbar bin, dass meine Mentorin Eva Buchholz, Verlagsleiterin des Hinstorff-Verlages hier in Rostock Absatz für Absatz mit mir durchgegangen ist. Außerdem bin ich dankbar und super happy, dass ich mein Buch mit einem Verlag und nicht allein, im Selfpublishing herausbringe, was die Konsequenz gewesen wäre, wenn sich kein Verlag für mein Buch interessiert hätte. Ja, und den Rest habe ich schon erzählt: im April und Mai habe ich das Buchkonzept und Kapitelübersicht erstellt, vieles mit meiner Mentorin besprochen… Richtig geschrieben habe ich eigentlich erst im Juni und Juli, dann auch nach Zeitplan und mit wenigen anderen Terminen, denn Deadline vom Verlag war Anfang August. Diese habe ich perfekt eingehalten, obwohl ich ja nicht mehr perfekt sein möchte. Das fiel mir dann auch gleich wieder auf die Füße, wie vorhin/weiter vorne bereits erwähnt habe, dass mein Körper mal wieder nach einer Pause rief.

Tja, und neben all diesen großen und aufregenden To Dos kommen noch all die Kleinigkeiten, die im Leben einer Selbstständigen an- und auffallen: So habe ich zu einer neuen Steuerberatung gewechselt und auch den Zahlungsanbieter auf meiner Website musste ich wechseln. Da der ehemalige – sendowl – mal eben ohne explizite Ankündigung die Monatsbeiträge von 0 Euro (ich hatte nur % auf verkaufte Workbooks zu zahlen) auf 39 Euro/Monat änderte… Dank der Unterstützung von meinem virtuellen Assistenten Niklas, der ja gar nicht so virtuell ist, weil er hier in Rostock lebt und arbeitet, haben wir von sendowl zu Shopify gewechselt. Da zahle ich 5 Euro/Monat und auch den prozentualen Anteil beim Verkauf. Doch 5 Euro sind definitiv besser als 39 Euro. Und eine Bezahlmöglichkeit brauche ich auf meiner Website, zum einen für die Workbooks, die du bereits kaufen und direkt runterladen kannst, zum anderen möchte ich auch mein Buch – und alles, was wir ergänzend dafür zukünftig anbieten wollen – auf meiner Website verkaufen.

Ich bin immer noch gern auf den verschiedensten Netzwerktreffen unterwegs und engagiere mich weiterhin im Verein „Frauen in die Wirtschaft“. Dort wurde ich im Mai für weitere drei Jahre in den Vorstand gewählt. Wir sind ganz stolz auf unsere Präsidentin Yvette Dinse. Sie wurde zur „Frau des Jahres 2025 in M-V“ gewählt und einige von uns durften sie zur feierlichen Ehrung im Staatstheater in Schwerin anlässlich des internationalen Frauentages im Anfang März begleiten.  Zum Ende 2024 bin ich aus dem Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg ausgetreten. Ich habe mich als Soloselbstständige dort einfach nicht wiedergefunden bzw. gab es keine Angebote passend zu meinen Interessen und Belangen.

Annett Liskewitsch auf einer Treppe sitzend im IGA Park Rostock beim Netzwerktreffen von Mentoringprogrammen
Vorfreude auf das, was kommt - beim Mentoring Netzwerktreffen im IGA Park Rostock

Das wars… noch nicht

So, das sollte als Rückblick auf mein 6. Business Jahr mit DIE SCHRITTEMACHER reichen. Ich könnte noch Persönliches und Privates erzählen, doch das würde den Rahmen sprengen. Es ist ja eh schon eine Herausforderung für mich, mich einigermaßen kurz zu halten. Vielleicht nur so viel, dass es mir persönlich und gesundheitlich sehr gut geht, ich mich auf meinen 49. Geburtstag, der im April war, gefreut habe, da wieder 7 Jahre um sind und 49 das Heilungsjahr ist. Ich bin gesund und munter, erkenne die Zeichen meines Körper viel zeitiger als früher und höre auch auf ihn. Ich habe nach wie vor meine Heilpraktikerin und meine Coachin Agnieszka an meiner Seite habe, auch wenn Agnieszka und ich ein dreiviertel Jahr Kontaktpause hatten. Meine Seele brauchte die Zeit, vieles musste in meinem System ankommen und sich verankern. Auch bei Agnieszka sind viele und lebenseinschneidende Dinge passiert, auch sie hat sich verändert und so haben wir uns im Frühjahr diesen Jahres „wiedergefunden“ und verstehen uns – in jeglicher Hinsicht – besser denn je.

Auch privat ist alles schick und schön. Mein Mann und ich hatten im Juni unseren 23. Hochzeitstag. Ende April bis Mitte Mai waren wir für 2 Wochen zu zweit im Urlaub im Schwarzwald. Wir haben ja keine Schulkinder mehr und können auch außerhalb der Ferien verreisen. Kind Nr. 1 (21 Jahre alt) ist im April aus- und in seine erste Wohnung, gemeinsam mit seiner Freundin, gezogen. Zum Glück nur 20 Minuten von uns entfernt. Er studiert ja hier in Rostock. Kind Nr. 2 (19 Jahre alt) hat letzten Sommer Abi gemacht und war von Februar bis Mai als Tourist 4 Monate in Japan und Süd-Korea. Er genießt jetzt gerade seine freie Zeit und das lange Ausschlafen, bis er im Oktober auch an der Uni Rostock anfängt, zu studieren.

Ich freue ich mich auf das nächste, das 7. Business-Jahr mit DIE SCHRITTEMACHER, auf neue Wege, auf unbekannte Richtungen, auf inspirierende Begegnungen und auf alles, was ich noch lernen darf. Ich denke nicht, dass es das verflixte 7. Jahr wird. Zum einen hatten wir das in unserer Ehe auch nicht, zum anderen kann ich mein Leben in 7er Schritten unterteilen (dazu kannst du auf meiner „über mich“ Seite  mehr lese) und alle 7 Jahre ergaben sich neue Möglichkeiten, ging ich andere Wege, öffneten sich neue Türen. Deswegen bin ich total gespannt, auf das nächste Jahr.

Ich hoffe, dir geht es ähnlich und dass du, wenn auch nicht jedem Schritt, dann vielleicht jedem Tag etwas Positives abgewinnen kannst und so oft wie möglich bei dir bist, zufrieden mit dir bist und deine Zeit ge(h)nießt.

Vielen Dank fürs Lesen (bis zum Ende ;-)). Ich freue mich über deine Reaktion oder auch über eine Nachricht von dir.

Alles Liebe & Gute, bleib GEHsund, deine Annett

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BEWEG DEIN LEBEN! BEWEG DEIN BUSINESS!

Als GEHsprächspartnerin, WEGbegleiterin & KommunkationsStrategin bin ich Expertin für klärende & voranbringende GEHdanken.

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