Letzter Teil der Mini-Serie "Buchentstehung"
Dies ist der dritte und letzte Teil meiner kleinen Serie „Mein Weg zum Buch“.
Teil 1 erschien am 9. April mit dem Titel „Wer schreibt, der bleibt. Mein Weg zum eigenen Buch„.
Teil 2 habe ich am 14. Oktober mit dem Titel „Mein Weg zum Buch Teil 2“ veröffentlicht und nun kommt der dritte und letzte Beitrag der Mini-Serie mit dem Titel „Buch-Geburt mit Nachwehen & wie du dein Buch-Marketing angehen kannst“
Somit ist mein Buch-Schreibe-und Veröffentlichungsprozess abgeschlossen. Das heißt nicht, dass es jetzt nichts mehr zu tun gibt, im Gegenteil: das Buch-Marketing fängt jetzt erst richtig an. Zwischendrin und am Ende gebe ich dir einige Tipps, wie du dein eigenes (Buch-)Marketing angehen kannst.
Schmerzhafte Wehen vor der Buch-Geburt
Um chronologisch weiterzumachen seit dem Ende der letzten Episode „Mein Weg zum Buch Teil 2“ wäre das nächste Kapitel die Frankfurter Buchmesse bzw. die Geburt meines Buches „Business läuft. Schritte zur Klarheit“ auf der Buchmesse, denn dort habe ich es zum ersten Mal in den Händen gehalten.
Es war keine leichte Geburt. Der ganze Prozess erinnert mich sehr an die Geburt meines ersten Sohnes, die nicht nur ewig lange gedauert hat, sondern die auch im Nachhinein mit großer OP und Bluttransfusion noch ziemlich unangenehm und ermüdend war.
Wenn ich beim Vergleich mit Buch und Geburt bleibe, dann waren die wenigen Monate des Strukturierens, Recherchierens und Schreibens die Schwangerschaft, die ich sehr gut überstanden habe – sowohl körperlich als auch geistig/mental.
Schwieriger wurde es mit dem ersten Korrektur-Durchlauf. Die erste Korrektur kam vom Verlag zwei Wochen später als geplant und dann auch noch am letzten Tag vor unserer Urlaubsabreise. Natürlich wollte ich es vorher einmal komplett gelesen haben, so dass der Verlag in der Woche, wo wir unterwegs waren, die Korrekturen einarbeiten kann.
Also saß ich an einem Freitag, von 14 Uhr bis 24.30 Uhr am PC und habe meine Korrekturen in das PDF eingefügt. Halleluja. Das war eine krass anstrengende Aufgabe, zumal ich sehr viele kleine Fehler korrigiert habe. Komma, Freizeichen (die wohl entstanden sind, weil meine Fußnoten in der ersten Fassung nicht bei waren und überall, wo die hochgestellte Zahl war, war nun ein Freizeichen zu viel), hinzu kam, dass ein ganzes Kapitel fehlte, die QR-Codes nicht zu den richtigen Wanderrouten führten bzw. viele Routen noch komplett fehlten… Ich hatte mein Tun, hab es aber durch das Buch geschafft und wir sind Samstag in den Urlaub gefahren.
Am darauffolgenden Donnerstag im Urlaub fingen meine Schulterschmerzen an. Irgendetwas drückte mächtig gewaltig auf mein System und setze sich an seinen Lieblingsplatz – hinter mein rechtes Schulterblatt und wechselte in den nächsten 3 Monaten mal zur Schulter nach oben oder auch in den Oberarm hinein.
Es gab mehrere Korrektur-Durchläufe, alles sehr mit der heißen Nadel gestrickt, doch letztendlich haben wir den 2. Drucktermin (einmal hatten wir ihn schon verschoben) einhalten können. Druck-Termin und Druck, der auf meinen Schultern lastete, das passt alles gut zusammen. Theoretisch hätte ich mir sagen können, hey, ich habe mein Bestes getan, ich habe meinen Text und die Gestaltungsideen pünktlich zur Deadline Anfang August abgegeben, doch am Ende steht ja mein Name auf dem Buch. Es wäre mir peinlich und super unangenehm, wenn das Buch nicht – in meinen Augen – perfekt ist. Ich weiß, perfekt gibt es nicht und ich habe es gerade wieder in einem Zeit- und Selbstmanagement Seminar mit dem Pareto-Prinzip – die 80/20 % Regel, erklärt. Letztendlich reichen 80%. Die 20%, die wir meinen, noch oben drauf setzen zu müssen, damit es perfekt ist, die sehen nur wir selbst. Alle anderen nicht. Und letztendlich sind die letzten 20% oft keine Verbesserung mehr.
Das 1. Mal mein Buch-Baby in den Händen
Sehr starke Kopfschmerzen, fast schon Migräne-artig, kamen dann am Tag der Anreise nach Frankfurt hinzu. Wir wollten uns die 6 Stunden Autofahrt teilen und ich bin zu Hause losgefahren, doch musste schon kurz hinter Hamburg tauschen, weil die Kopfschmerzen und ein allgemeines Unwohlsein so doll waren.
Ich hatte irgendwie ein mulmiges Gefühl, das war wohl das Gefühl des „kein Vertrauen haben“, dass das Buch wirklich auf der Frankfurter Buchmesse zu sehen ist. Was für eine Erlösung, als wir am ersten Messetag zum Stand kamen und eine Regalreihe mit meinem Buch sahen…
Ein kleiner Schreckmoment war, als ich alles für meine erste Signierstunde vorbereitet habe, einen Tisch mit Flyern, Aufklebern, Postkarte, dem ersten kleinen Booklet „Schritt für Schritt zu deiner Entscheidung“ sowie Stifte und Stempel bereit gelegt habe und dann fragte, ob wir noch weitere Bücher haben als die paar, die auf dem Regal stehen. Wir durchsuchten das Sideboard, doch fanden keine weiteren Exemplare meines Buches. Holger, unser Verlagsleiter fragte, ob noch Kisten im Auto seien. Lisa, unsere Verlegerin meinte, nö, die sind dann wohl in der Ferienwohnung.
Wer mich kennt, kann sich vielleicht vorstellen, wie es mir ging. Innerlich schrie ich und musste sehr doll meine Enttäuschung, Traurigkeit und Wut verbergen. Das gelang mir nicht so gut, ein zwei Tränen kullerten mir die Wangen runter. Lisa ist sehr pragmatisch und lösungsorientiert, und hatte auch gleich eine Idee, falls die Bücher in der Signierstunde nicht reichen sollten, doch sie kann sich schwer in andere hineinversetzen und konnte meine Gefühlslage nicht so recht verstehen. Ganz anders Holger, er sah, dass es in mir brodelte, kam zu mir und fragte, ob er mich mal kurz in den Arm nehmen kann.
Natürlich haben die Bücher, die wir hatten, gereicht. Doch diese Aufregung – und ich war ja eh schon so angespannt und aufgeregt – hatte für mein System nicht unbedingt sein müssen. Oder vielleicht doch, es war eine der vielen Test- bzw. Lern-Situationen – insbesondere zu meinen Themen Vertrauen, Kontrolle abgeben und Loslassen.
Neben diesem Schreck-Moment gab es viele schöne Momente und Begegnungen auf der FBM. Ich war an drei von fünf Tagen dabei. Nicht nur als Autorin, sondern auch als Standbetreuerin, denn seit Mitte September bin ich freie Mitarbeiterin für PR und Marketing bei Bubble Your Hub, der Verlag, der mein Buch herausgebracht hat.
Sowohl während der Signierstunden als auch drum herum gab es schöne Gespräche mit den Messebesucher:innen. Zwar wurde mein Buch nicht so häufig in die Hand genommen und gekauft, wie das erste Buch meiner Autorin-Kollegin Christine Thiele mit dem Titel „Mal eben leben – trotz Krise“ – es hat halt eine viel größere Zielgruppe als meins – dennoch habe ich meine Zielgruppe angetroffen und sehr gute Gespräche geführt. Mit Christine habe ich übrigens gleich nach der Messe eine Podcast-Episode aufgenommen. Sie heißt „Mal eben leben – trotz Krisen. Gespräch mit Ärztin Christine Thiele – Was wir tun können, wenns brennt & kracht.“
Endlich eine spitze Zielgruppe
Apropos Zielgruppe. Beim Gründen und sich selbstständig machen heißt es ja oft, stelle dich spitz auf, such dir eine Nische, in der du allein deine Produkte/Dienstleistungen anbietest. Damit hatte ich immer ein Problem. Ich bin Scannerin und habe nicht nur ein Angebot, nicht nur ein Interesse und nicht nur eine Leidenschaft – ich interessiere mich für Vieles, kann Vieles gut und langweile mich schnell, wenn ich etwas gut kann, wenn es zu einfach wird…
Nun, mit dem Buch – das sich vorwiegend an Frauen richtet, die selbstständig sind oder sich selbstständig machen möchten, habe ich endlich eine Nische. Auch wenn das Buch natürlich nicht nur für selbstständige Frauen interessant ist, sondern „für alle – so steht es hinten auf dem Klappentext – die beim Gehen frische Luft und neue Perspektiven suchen“.
Bei der Buch-Launch-Party, von der ich gleich noch berichte, kauften Freunde von uns das Buch für ihre 19-jährige Tochter und ließen es für sie signieren. Sie meinten, sie ist gern draußen und sie grübelt viel, hat viele Ideen – da könnte das Buch ihr bestimmt ein guter Begleiter sein. Genauso ist es.
Als abschließender Gedanke zum Kapitel „Frankfurter Buchmesse“ ein paar Worte von meiner Business-Freundin Antje, die sie auf ihrer Glückwunschkarte zur Buch-Launch-Party geschrieben hatte:
„Ich bin sehr beeindruckt, wie schnell du das in diesem Jahr umgesetzt hast und wie professionell du es vermarktest – auf der Frankfurter Buchmesse sind nicht viele Autoren mit ihrem Erstlingswerk.“
Ich bin sehr dankbar, für die Möglichkeit, auf der Buchmesse Frankfurt dabei gewesen zu sein. Ohne meinen Verlag, Bubble Your Hub wäre ich nicht dabei gewesen…
Buch-Launch-Party in der Heimat
Und genauso hätte es ohne den Verlag keine Buch-Launch-Party gegeben. Es war so ein Glücksfall/ Schicksal/Vorsehung, dass ich den Verlag via Google gefunden und angeschrieben habe und dass ihnen mein Exposé auf Anhieb gefallen hat.
Ich habe ca. 100 Leute eingeladen – krass, wie viele Personen ich kenne und in meinen Handy-Kontakten habe. Die Hälfte konnte nicht kommen, war verhindert und dass an einem schnöden Donnerstag im November – so dachten wir. Theater-/Stadthallenkarten, berufliche unterwegs, Weiterbildungen etc. – es gab viele Gründe, warum manche nicht kommen konnten. So wie diese Rückmeldung von Kerstin – „Bei den tollen Bildern bin jetzt noch trauriger, dass ich nicht dabei sein konnte!“ – ging es so einigen. Aber so ist es ja meistens im Leben: den perfekten Zeitpunkt für alle gibt es nicht.
54 Personen hatten zugesagt, am Tag selbst gab es krankheitsbedingt noch mal 5 Absagen, so dass wir 49 Personen waren, von denen manche früher gehen mussten und einige später kamen. Ich fand, es war ein richtig toller Mix aus alter Schulfreundin, meinen Eltern, mein Mann und unsere zwei Jungs sowie langjährigen Wegbegleiter:innen, Kund:innen und Netzwerk- bzw. Kooperations.Partnerinnen
Es war keine klassische Lesung, denn aus einem Sachbuch liest es sich schwer vor, dafür führten Verlegerin Lisa und ich mit einem lockeren Gespräch über meinen Weg zum Buch, über meine persönliche Wege-Kategorisierung (die blauen, die grünen & die roten Wege) sowie über Informationen zum Verlag in den Abend ein.
Anschließend haben wir sowohl mein Buch “Business läuft. Schritte zur Klarheit” als auch die 2 bereits veröffentlichten Booklets (weitere folgen) “Schritt für Schritt zu deiner Entscheidung” sowie “Schritt für Schritt zu neuen Ideen” verkauft und signiert. Zu den Booklets sage ich später noch was, wenn ich zum Thema „Marketing“ komme.
Beim Signieren habe ich mir vielleicht etwas zu viel Zeit gelassen, da ich für jede:n einen passenden Spruch und ein paar persönliche Worte rausgesucht habe. Ich habe ein – bestimmt 10-seitiges – Worddokument, in dem ich seit Beginn meiner Selbstständigkeit Sprüche und Zitate übers Gehen, über Wege, Klarheit und alles, was zu meinen Themen passt, sammle. Daraus hatte ich mir passende Sprüche zum Signieren rausgesucht und ausgedruckt mitgenommen.
Mein Mann fragte, ob ich ein neues Buch oder ein Kapitel als Signierung geschrieben habe, weil es jedes Mal so lange gedauert hat. Klar, wäre es schneller gegangen, wenn ich weniger geschrieben hätte, einfach nur für wen und meine Unterschrift. Doch so bin ich halt. Immer ein bisschen mehr als erwartet, als „normal“ ist.
Das trifft auch auf die 50 Lesezeichen zu, die ich alle einzeln per Hand selbst gemacht habe. Ich liebe ja, Collagen zu gestalten bzw. mit kräftigen Farben zu arbeiten. Dann habe ich Sprüche und Zitate aus dem Buch ausgedruckt, ausgeschnitten und auf die Lesezeichen geklebt. Auch hier die Frage meines Mannes während ich abends am Kleben war: Muss das jetzt auch noch sein?
Ja, musste es. Beides – die Sprüche passend zu den Personen in die Bücher zu schreiben und ihnen eine Auswahl an selbstgemachten Lesezeichen zu geben und diese zu verschenken – war mir ein Bedürfnis. Es macht mir Freude und es fühlt sich einfach herrlich an, wenn diese Freude, das Stauen und Überrascht-Sein zurückkommen.
Auch an dieser Stelle noch einmal lieben Dank an alle, die dabei waren und an alle, die mir per Nachricht gratuliert haben. Und danke für die vielen schönen Geschenke. Es fühlte sich wirklich wie Geburtstag an – die Geburt meines ersten Buch-Babys.
VorstellungsWalk durch Rostocker Buchläden
Am Freitag, den Tag nach der Buch-Launch-Party bin ich mit Verlegerin Lisa durch die 4 Buchläden in der Rostocker Innenstadt gegangen. Wir haben uns als Verlegerin-Autorin-Team vorgestellt, gesagt, dass wir ein neues Buch veröffentlicht haben und das Buch sowie die 2 Booklets gezeigt. Schnell kamen wir mit den Buchhändlerinnen ins Gespräch, besonders wenn die Frage kam, in welches Genre bzw. in welche Abteilung oder in welches Abteil das Buch denn passen würde.
Das Buch ist wie ich – sehr vielfältig – und passt in verschiedene Bereiche: Regional – da die Wegbeschreibungen und Wanderrouten im Buch hauptsächlich in und um Rostock sind, Tourismus/Wandern/Outdoor – auch aus dem Grund und dass Wanderrouten über QR-Codes angesehen bzw. nachgewandert werden können. Es passt jedoch genauso gut in den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, der Selbstfürsorge und auch in den Business-Bereich, wenn es ums Gründen oder die Selbstständigkeit geht.
Am schönsten war es bei unserem ersten Gespräch bei der Thalia Universitätsbuchhandlung in der Breiten Straße in Rostock; die verantwortliche Dame bestellte vor unseren Augen 10 Bücher und meinte, die verteilen wir auf verschiedene Regale. Das ist marketingmäßig natürlich richtig gut. Denn niemand sucht konkret nach meinem Buch. Doch wenn er/sie vor dem Regal steht, dessen Thema gerade von Interesse ist und dann auf mein Buch trifft, ist das einfach cool.
Ich hatte mir vorgenommen, nach 2 Wochen mal zu schauen, ob sie ihr Versprechen eingehalten hat. Das brauchte ich nicht, denn mein Vater kam mir zuvor. Er schickte mir am Donnerstag, also keine 6 später nach unserem Gespräch in der Buchhandlung ein Foto von meinem, dass im Eingangsbereich der Buchhandlung im Regional-Regal liegt. Er hat es sogar schon durch das Schaufenster dort liegen sehen. Ein überwältigender Gänsehautmoment, als ich die Nachricht und das Foto von meinem Dad sah.
Bei den anderen Buchhandlungen hatten wir nicht ganz so viel Glück, dass das Buch gleich vor unseren Augen bestellt wurde, doch wir hatten überall wohlwollende Gespräche, haben jeweils ein Buch, ein Booklet und eine Zusammenfassung aller wichtigen Details, auch zu Bestellung, Rabatt etc. auf A4 da gelassen. Dieses Info-Blatt nennt sich in Verlagssprache übrigens „Waschzettel“. Wieder was Neues gelernt.
Die anderen Buchhändlerinnen, mit denen wir sprachen, freuten sich sehr über das Belegexemplar und versprachen, mit ihren Vorgesetzten bzw. Kollegen drüber zu sprechen.
Wenn Lisa das nächste Mal in Rostock ist, werden wir noch zu den zwei Buchläden in Warnemünde gehen. Und ich habe schon eine Liste mit möglichen Nebenverkaufsstellen angelegt, dort werden wir auch nachfragen. Nebenverkaufsstellen sind keine klassischen Buchläden, doch Läden, zu denen mein Buch thematisch passt. Das können Outdoor-Geschäfte sein, oder – das ist schon abgesprochen – bei Sandra Loll im Landmarkt615 in Diedrichshagen oder auch bei den Touristinformationen. Bei unserem Verein „Frauen in die Wirtschaft e.V.“ habe ich es bereits ins Verkaufsregal gestellt und auch meine Business-Freundin Christiane meinte, das könne sie doch auch im Fotostudio an die Kasse legen und bei Interesse verkaufen. „Sehr gern“ sage ich da. Und falls du jetzt denkst, auch, das würde auch bei mir ins Geschäft gut passen, dann melde ich gern bei mir.
Zuwachs in der Marketing-Familie
So wie wir an verschiedenen Point of Sales – also Verkaufsorten – auf das Buch aufmerksam machen bzw. es verkaufen wollen, so ist das Buch ein weiteres Puzzle-Teil meines Marketing-Mixes. Da ich hier von Geburt und Schwangerschaft gesprochen habe, könnte ich es auch als neuen Familien-Zuwachs in der Marketing-Familie bezeichnen.
Meine Website, die als erstes da war, ist demnach die älteste Tochter in der Familie. Danach kamen Blog, Newsletter und Podcast. Mein Podcast ist in diesem November übrigens 3 Jahre alt geworden. Also noch ein Kleinkind, doch schon aus den Baby-Schuhen raus.
Und nun das Buch – das jüngste Marketing-Familien-Mitglied – das Baby. Am Ende des Buches danke ich einigen Menschen, die mich auf dem Weg bis zur Veröffentlichung begleitet haben, unter anderem danke ich auch meinen Eltern, meinem Mann und unseren Söhnen. Denn ich habe das Buch-Baby nicht allein auf die Welt gebracht. Ich hatte von meiner Familie sowie von vielen verschiedenen Seiten, wunderbare Unterstützung.
Und ich werde es auch nicht allein großziehen – sprich, es vermarkten, ggf. eine E-Book und Hörbuch-Variante produzieren, weitere Veranstaltungen organisieren, einen Online-Funnel (wohl auch mit Ads) aufbauen und so einiges mehr. Sowohl meine Familie als auch Lisa und der Verlag sind dabei weiterhin an meiner Seite. Denn so wie wir nicht ganz allein ein Kind großziehen können, so wäre es auch äußerst mühsam, anstrengend, langwierig und ich denke, kaum machbar, ganz allein – auf sich selbst gestellt – ein Buch zu vermarkten.
Als Einstieg auf meiner Website steht…
Ich bewege, inspiriere und begleite Frauen auf ihren Wohlfühl- & Erfolgs-Wegen zu mehr Klarheit & Struktur sowie zu mehr Bewusstsein & Sichtbarkeit.
Ich begleite Teams und Unternehmen auf neuen Wegen im Marketing und in der Unternehmenskommunikation – intern und extern.
Sichtbarkeit, Marketing und Kommunikation – dafür stehe ich. Und darin habe ich bereits viele Frauen und einige wenige Männer beraten. Ich habe kein „One fits all“ Konzept, das ich der jeweiligen Person überstülpe. Ich habe keine automatisch ablaufenden Programme. Ich stelle mich jedes Mal neu auf die zu beratende Person ein. Genauso wenig knalle ich irgendwelche Theorien und Methoden auf den Tisch. Nein. Was ich meistens tue, ist, von meinen eigenen Erfahrungen zu erzählen, Dinge, die ich ausprobiert habe und die gut gelaufen sind, weiterzugeben und auch ehrlich zu sagen, das hat bei mir nicht geklappt, doch wenn du es für dich anpasst, kann es bei dir gut werden und funktionieren. Ich konnte schon beim Geschichten erzählen, als unsere Söhne noch klein waren oder auch während meiner Au Pair Zeit mit den drei kleinen amerikanischen Kindern, mir nie irgendwelche Phantasiegeschichten ausdenken, sondern habe immer nur Geschichten erzählt – wobei Geschichten waren es dann ja nicht – die ich gehört habe oder die ich selbst erlebt habe. Ähnlich erging es mir als Studentin bei meinem Nebenjob im Reisebüro, bei der Akquise von Messe-Ausstellern oder auf dem Flohmarkt. Ich konnte nichts Schönreden, habe immer die Wahrheit gesagt. Und das ist heute noch immer so.
Schmerzen beim Ent-Wickeln
Das bin ich. Das sind meine Werte. Und dazu gehören gewiss auch so einige Glaubensätze und Verhaltensmuster, die jetzt – mit fast 50 Jahren – nicht mehr angebracht/notwendig sind. Diese Glaubensätze und inneren Anteile machen mir das Leben manchmal noch schwer, schwer auch im Sinne von schmerzhaft.
Auch da gibt es wieder eine Parallele zur Geburt unseres ersten Sohnes: Ich habe Ewigkeiten in den Wehen gelegen und auch nach der Geburt waren die Schmerzen nicht weg, im Gegenteil, ich musste operiert werden und wurde erst wieder fitter, als ich am zweiten Tag nach der Geburt eine Bluttransfusion erhalten habe.
Ich weiß noch, wie ich zu meinem Mann gesagt hatte, kurz nachdem der Kleine raus war: Diese Schmerzen möchte ich nie wieder in meinem Leben haben, das mach ich nicht noch einmal mit. Und mein Mann ganz lässig meinte, ok Schatz, dann adoptieren wir ein zweites Kind. Nach der OP und nach der Bluttransfusion meinte ich dann: ok, einmal schaffe ich das noch. Das ist auch so typisch Annett. Augen zu und durch.
Doch in den letzten 7 Jahren habe ich gelernt, besser auf mich zu achten, auf Signale meines Körpers zu hören, mir Pausen zu gönnen und alte Glaubensätze zu überdenken bzw. aufzulösen bzw. in positive Sätze umzuwandeln.
Die Wehen beim Buch – und damit meine ich die starken Schulter- und Armschmerzen – begannen mit der ersten Korrekturlesung, wechselten sich von stärker zu schwächer wellenartig ab und hörten just am Tag nach der Buchvorstellung in den Rostocker Buchläden auf. Ein wenig merke ich die Schulter/den Arm jetzt, eine gute Woche nach der Buchparty und dem Vorstellungsgang durch die Buchläden immer noch, doch der krasse Schmerz ist weg.
Was ich auch in den letzten 7 Jahren gelernt und erfahren habe: solange ich nicht an der mentalen/seelischen Ursache – die jedem körperlichen Schmerz vorausgeht – arbeite bzw. sie auflöse, so lange wird der Schmerz – vielleicht in abgeänderter Form – immer wieder kommen.
Dank meiner ehemaligen Coachin und nun Freundin Agnieszka nähern wir uns Schritt für Schritt den ursprünglichen Themen, dem Kern vieler Schmerzen. Ich bin schon viel bessere darin geworden, meinen Körper zu lesen und meiner Seele zuzuhören.
Apropos lesen: Hast du mein Buch „Business läuft. Schritte zur Klarheit“ schon gelesen? Wenn ja, wie gefällt es dir? Hast du den ein oder anderen Übungs-Walk schon ausprobiert? Wenn nein, du kannst es über meine Website direkt bei mir bestellen – dann signiere ich dir dein Exemplar auch sehr gern und du kannst es im stationären Buchhandel sowie auf den gängigen Portalen online bestellen.
Ich nutze die letzten Wochen des Jahres – so wie die Mutterschutz-Zeit nach der Geburt unserer Söhne – mich über mein Buch, über die lieben Rückmeldungen, schönen Rezensionen und Gratulationen zu freuen. Und ja, ich bin auch stolz auf mich, dass ich mir meinen langgehegten Traum, ein eigenes Buch zu schreiben – und zu veröffentlichen – erfüllt habe. Es war mein Jahres-Hauptziel, stand/steht auf meinem Visionboard für 2025 und ich habe es Anfang des Jahres in vielen Situationen als Ziel genannt, es – ob schriftlich, visuell oder z.B. auch im Lego-Serious-Play-Workshop – manifestiert.
Was noch auf meinem VisionBoard für 2025 zu sehen ist und in wie fern ich diese Ziele erreicht sowie mir die Wünsche erfüllt habe, darüber schreibe ich im nächsten Beitrag.
Bis dahin, alles Liebe und Gute, bleib GEHsund, deine Annett



