DIE SCHRITTEMACHER

In sich GEHEN. Wann, wie und wo GEHT das am besten?

Die Schrittemacher auf der Bank mit Blick auf den zugefrorenen Bodden

Inhaltsverzeichnis

Komm mit auf Gedankenreise durch mein Jahr 2022

Passend zur Jahreszeit bzw. zu den vielen Jahres-End-Themen, die derzeit aufploppen, heißt es heute „In sich GEHEN“, loslassen und reflektieren, Innenschau betreiben, Revue passieren lassen, in uns hineinhorchen – ja, auf Gedanken-Reise durch das Jahr 2022 – durch mein 2022 – zu GEHEN.

In diesem Beitrag spreche ich darüber, wann typische oder klassische Zeiten fürs „in sich GEHEN“ sind, welche Wege und Möglichkeiten es gibt, „in sich zu GEHEN“, welche Fragen beim Reflektieren und „in sich GEHEN“ hilfreich sein können und ich gebe meine Erfahrungen bzw. ein paar Tipps weiter, wie das „in sich GEHEN“ gelingen und dir nützlich sein kann.

Da ich viele der Ideen, die ich gleich vorstellen werde, selbst aus- und durchgeführt habe, werde ich die Er- und Bearbeitung dieses Themas/Artikels für meinen jährlichen Jahresrückblick nutzen. Somit ist dies auch gleichzeitig mein Jahres-Rückblick-Blog-Beitrag.

Zum dreijährigen Geburtstag von DIE SCHRITTEMACHER am 1.8. dieses Jahres gibt es bereits einen Blog-Beitrag, in dem ich darüber berichte, was ich von August 2021 bis Juli 2022 weiterge(h)führt, aufge(h)geben und neuge(h)startet habe. Auch erzähle ich dort von meinen Learnings und persönlichen Erfahrungen. Deswegen werde ich hier nicht auf alles einGEHEN, sondern mir die Themen und Ereignisse herauspicken, die zu den Anregungen, die ich dir zum Thema „in sich GEHEN“ geben werde, passen.

zugefrorener Bodden bei Wustrow
Zugefrorener Bodden bei Wustrow

Wann sind typische Zeiten, um in sich zu GEHEN?

Am Jahresende und/oder während der Rauhnächte.
Seit vielen Jahren schreibe ich zu Weihnachten einen Jahres-Rückblick-Brief an gute Freunde und Familienmitgliedern. In diesem lasse ich das jeweils vergangene Jahr Revue passieren, wie es uns vieren ergangen ist, was wir erlebt und welche Herausforderungen wir gemeistert haben. Passend zum Rückblick in Worten gestalte ich Jahres-Foto-Bücher von unserer 4er-Familie, zusätzlich zum Fotobuch, das ich vom großen Sommerurlaub drucken lasse. Seit ich selbstständig bin, blicke ich am Jahresende bzw. zum Jahrestag meines Business (am 1. August) auf mein geschäftliches Jahr zurück und gestalte mir im Anschluss daran ein Vision Board mit Wünschen und Zielen für das kommenden Jahr.

Seit zwei Jahren begehe ich einige Rituale der Rauhnächte.

Als sogenannte Rauhnächte werden traditionell die Tage (25.12. – 05.01.) zwischen den Jahren bezeichnet: 12 Tage, die zwischen dem Sonnen- und dem Mondjahr liegen und nicht so richtig dazu gehören. Seit den Kelten wurden sie dafür genutzt, eine spirituelle Verbindung zwischen dem “alten” und dem “neuen” Jahr zu ziehen. Diese Brücke sollte dazu dienen, das Geschehene zu reflektieren, innezuhalten und sich bereit für die nahe Zukunft zu machen. Lange Zeit in den Hintergrund geraten, kommt diese besondere, magische Zeit jetzt nun wieder vermehrt in der deutschsprachigen Region ins Bewusstsein.

Eins der Rauhnacht-Rituale ist es, 13 Wünsche aufzuschreiben, in jeder der 12 Rauhnächte einen Zettel zu verbrennen (den Wunsch sozusagen ans Universum abzugeben), so dass einer übrig bleibt. Für die Erfüllung dieses übrig gebliebenen Wunsches sind wir selbst verantwortlich. Bei mir blieb für 2022 dieser übrig: Ich launche dreimal sehr erfolgreich (mit 20, 25 und 30 Teilnehmern) meinen „Runter vom S.O.F.A. Kurs“. Wenn du meinen Artikel zum 3-jährigen Business Geburtstag gelesen hast, weißt du, dass ich diesen Wunsch nicht umgesetzt/erfüllt habe. Ich habe nicht mal einen Durchgang geschafft, obwohl ich einen schönen Vision Workshop als Verkaufswebinar für den SOFA-Kurs durchgeführt hatte. Leider hatte ich mich im Vorfeld nur auf die Gestaltung des Workshops konzentriert und all das, was ich aus Vertriebszeiten kenne, überhaupt nicht angewendet. Dennoch habe ich durch das Webinar 1:1 Kundinnen gewonnen. Da es mir in der Zeit und nach dem Workshop körperlich sehr schlecht ging (Druck und Aufregung schlagen mir immer noch schnell und doll auf den Magen), habe ich für mich beschlossen, dass das nicht mein Weg ist, dass ich zunächst in der 1:1 Begleitung bleibe und Online-Kurse auf später verschiebe oder ganz aufgebe. Auch viele der Wünsche, die ich ans Universum abgegeben hatte, sind nicht in Erfüllung gegangen… Hm, woran das wohl lag?

Während ich das hier schreibe und noch einmal nach der Definition für die Rauhnächte gegoogelt habe, bin ich auf einen Onlinekurs gestoßen, der die Teilnehmer:innen durch diese besondere Zeit mit Informationen, Ritualen, Workbooks und Meditationen begleitet. Ich glaub, ich werde den Kurs buchen. Lustigerweise passt es zur Vorhersage einer Astrologin, dass ich mich für Spirituelles öffnen und mich in diesem sowie anderen Persönlichkeitsthemen weiterbilden werde.

Auch am Jahresanfang, in den ersten noch ruhigen Wochen, funktioniert das „in sich GEHEN“ gut.

Viele haben dann mehr Ruhe als während der Weihnachtsfeiertage oder an den Tagen zwischen den Jahren. Familienbesuche, Sylvestervorbereitungen oder auch Skiurlaub lassen oft keine Zeit für eine ruhige Innen- und Rückschau. Dann können die ersten Januarwochen dafür genutzt werden.

Eine weitere Zeit, „in sich zu GEHEN“ entsteht zum Beispiel nach Beendigung einer Lebensabschnittsphase oder auch in der sogenannten Midlife-Crisis. Ich hatte etwas ähnliches tatsächlich mit 35 Jahren, wo ich mich fragte, was soll jetzt noch kommen, wo alle Pläne (Kinder kriegen, Haus bauen, dem Mann den Rücken frei halten für Business Aufbau, keine Entwicklungschancen im eigenen Job) erfüllt waren. Dann schaut man etwas genauer hin und überlegt, für was man dankbar sein kann, was man bereits erreicht hat und wie es weiterGEHEN kann. So war es jedenfalls bei mir.

Ein Lebensabschnitt GEHT auch zu Ende, wenn man kündigt. Die Zeit vor, während und nach einer Kündigung ist voller Momente des „in sich GEHENs“ – jedenfalls war es das bei mir. Ich habe mir die Entscheidung, zu kündigen, nicht leicht gemacht, habe Pro- und Contra-Listen geschrieben und auch ein Coaching gebucht.

Ebenfalls am „eigenen Leib“ erfahren habe ich das „in sich GEHEN“ nach meiner Knöchelverletzung. Ob Verletzung oder Krankheit, auch das sind Zeiten, in denen viele Menschen „in sich GEHEN“, das bisherige Leben überdenken und oft neue Wege/Richtungen einschlagen.

In sich GEHEN - auch im Sitzen möglich

Welche Wege gibt es, um in sich zu GEHEN?

Eine Auszeit nehmen.
Ganz spontan und kurzfristig habe ich mir Ende April eine Auszeit gebucht: 4 Nächte allein in einer Ferienwohnung in Wustrow auf dem Darß. Es war keine Erholungs-Auszeit, weil ich erschöpft oder krank war, sondern eher eine Workation – Work und Vacation zusammen – bei der ich mir über meine Positionierung klar werden wollte. Ich bin zwar mehr gelaufen als das ich nachgedacht habe, aber einige Entscheidungen konnte ich treffen und neue Ideen für zukünftige Angebote sind auch entstanden. Über meine Auszeit-Erfahrungen habe ich in diesem Artikel geschrieben.

Der Auszeit folgten zwei Coaching-Termine für mich, bei der meine Coachin einen Blick von oben auf meine Umstrukturierung, Schärfung und Webseiten-Neugestaltung geworfen hat. Das war sehr hilfreich und sie hat bestimmte Dinge hinterfragt und mich ein wenig „gedrosselt“, weil ich schon wieder zu viel auf einmal wollte.

Ein anderes Gespräch über Auszeiten hatte ich kürzlich beim einem Walk und Talk mit einem Kunden und guten Geschäftspartner. Er kam zu dem Entschluss, dass er dringend eine Auszeit benötigt, dass er sonst keine Ruhe findet und klare Gedanken fassen kann. Er meint, er müsse wirklich allein irgendwo hin, raus aus der vertrauten Umgebung, was als Familienvater und Unternehmer nicht so einfach ist.

Zum Thema Auszeit würde ich auch die Teilnahme an einem Retreat zählen. Ob Yoga-, Workaction- oder Schweige-Retreat, in jeder Form GEHT es um die Innenschau, ums „in sich GEHEN“ und wir kehren verändert zurück. Ich selbst habe noch kein Retreat mitgemacht, hatte allerdings vor einiger Zeit schon die Idee, ein Wander-Retreat anzubieten. Mal sehen, vielleicht ist das ja etwas, was auf mein Vision Board für 2023 kommt… Wenn du dir das vorstellen könntest und Interesse dran hast, lass es mich gern wissen. Als Generator im Human Design brauch ich diese Impulse/Anstubser von außen, um neue Angebote zu kreieren.

Für kleinere Aspekte, Themen oder Zeitfenster reicht eventuell auch eine Minuten-Auszeit.
Dies ist eine Idee, die sich im Sichtbarkeits-Programm mit einer Kundin entwickelte und die ich nach wie vor genial finde. Annette ist Malerin und beschäftigt sich aktuelle mit Daily Paintings, was bedeutet, dass sie täglich ein Bild (im 25×25 cm Format) mit Ölfarben malt. Eine Freundin von ihr hat ein Wasser-Bild von ihr über ihrem Schreibtisch hängen und erzählte ihr eines Tages, dass, wenn sie eine Schreib-, Denk- oder allgemeine Kreativitäts-Blockade hat, nur für ein zwei Minuten auf das Bild schaut und kurz darauf kommen ihre Gedanken wieder ins Fließen, sie sammelt Energie und kann weiterarbeiten. Das war auch spannend für mich, empfehle ich doch häufig, ans Wasser zu GEHEN, wenn die Gedanken fließen sollen. Anscheinend reicht es (zumindest bei der Dame) auch, sich nur ein Bild mit Wassermotiv anzusehen… 😉

Die Schittemacher - Möwe auf Buhnen an Ostsee
Gedanken kommen ins Fließen beim Blick aufs Wasser

Deswegen gehört in die Aufzählung der möglichen Wege, um „in sich zu GEHEN“ für mich auch ein Museums- oder Galeriebesuch bzw. die Beschäftigung mit den sogenannten „schönen Künsten“. Unser Familienurlaub führte uns in diesem Sommer in die Niederlande, nach Belgien und Frankreich. Wir haben uns so einige Museen angesehen (teilweise auch, um der großen Hitze zu entfliehen) und wenn die Museen interessant und spannend gestaltet sind, GEHE ich hin und wieder in mich, denke nach, vergleiche vergangenen Zeiten/Ereignisse mit meinem Leben und bin oft sehr dankbar, jetzt bzw. hier in unserer Region zu leben.

Um „in sich GEHEN“ zu können, hilft manchmal auch das Eintauchen in andere Zeiten und Sphären, wie es beim Lesen, Schreiben, Musizieren oder anderweitig kreativ tätig sein möglich ist. Wenn ich als Kind gezeichnet oder vor der Geburt unserer Söhne mit Aquarellfarben gemalt habe, konnte ich die Welt um mich herum vergessen bzw. auf Gedankenreise GEHEN. Auch beim Musik oder Hörspiel hören funktionieren Gedankengänge und „in sich GEHEN“ sehr gut.

By the way, ich habe bereits in anderen Beiträgen darübergeschrieben, dass ich den Podcast von NDR Kultur “Phillips Playlist” abonniert habe. Dort gibt es so einige Folgen mit Musik, die du sehr gut zum „in dich GEHEN“ nutzen kannst.

Musik für deine Auszeit
Musik um im Gras zu liegen
Musik zum Runter kommen
Musik, die Mut macht
Musik für dankbare Momente

Meditation oder aktive Entspannung sind weitere Möglichkeiten, „in sich zu GEHEN“. Ich habe meditieren des Öfteren versucht und habe erkannt, dass still sitzen nicht so meins ist. Ich entspanne lieber aktiv wie beim Yoga, beim Gärtnern oder Spazieren GEHEN. Wenn ich im Herbst unseren Rasen vom Laub befreie, ist das für mich wie meditieren. Ich kann in der Zeit gedanklich tief abtauchen, denke über alles Mögliche nach und nutze die Zeit tatsächlich auch, um mal wieder „in mich zu GEHEN“. Früher (vor meinen ersten beiden Bandscheibenvorfällen) war ich süchtig nach Joggen. Rückblickend weiß ich auch warum: ich konnte für eine Stunde abtauchen, weg von ständigen „Mama-Rufen“ meiner kleinen Jungs, weg vom Chef und Job, weg vom Ehemann, der seine beruflichen Sorgen bei mir loswerden wollte. Weg von alledem und rein in meinen Kopf, meinen Körper und meine Gedanken-Welt. Auch das war für mich ein „in sich GEHEN“. Und es ist es wieder, wenn ich allein walken oder auch mit meinem Mann auf einen längeren Spaziergang, eine Wanderung GEHE, bei der wir sehr gut schweigend und jeder in seinen Gedanken versunken nebeneinander GEHEN können.

Es ist bekannt, in zahlreichen Büchern beschrieben und teilweise auch wissenschaftlich bewiesen, dass wir bei längeren Wanderungen bzw. beim Pilgern tief in unser Inneres eintauchen sowie auf Seelenreise und Gedankengänge GEHEN können.  Oft liest oder hört man, dass diejenigen, die länger zu Fuß unterwegs waren, als neue Menschen oder zumindest verändert zurückkamen, dass die Wanderung eine Kehrtwende in ihrem Leben darstellte und sie danach neue Wege gegangen sind. Länger zu pilgern steht noch auf meiner Bucket-List, daher kann ich hier noch nicht aus eigenen Erfahrungen berichten.

Was ich jedoch aus eigenen Erfahrungen und dank der Lektüre vieler Fachbücher sagen kann, ist, dass GEHEN eine wunderbare Methode ist– um „in sich zu GEHEN“. Ob am Wasser, im Wald oder in den Bergen, bist du allein unterwegs, tauchst du automatisch irgendwann in dein Inneres ab, denkst über das ein oder andere nach, reflektierst und schmiedest Pläne. Doch du musst dafür nicht unbedingt allein unterwegs sein. Auch zu zweit oder in einer Gruppe ist reflektieren, sich sortieren und fokussieren, Ziele abstecken und Pläne schmieden möglich. Hilfreich ist hier zum einen, dass wir unsere Gedanken laut äußern, in dem wir sie einer anderen Person mitteilen. Vielleicht kennst du es, dass dir Dinge in dem Moment klar werden, in dem du sie laut aussprichst. Zum anderen hilft die andere Perspektive oder der Blickwinkel der anderen Person, deine Themen klarer zu sehen, dir im wahrsten Sinne des Wortes, die Augen zu öffnen. Es gibt tatsächlich auch Wander-Gruppencoachings, bei denen bestimmte Themen angegangen werden. Das sind dann wohl aber eher Team-Coachings für Unternehmen, die ein Gruppenziel wie z.B. Teambuilding oder Leitbild erstellen als Thema haben. Über Privates und Persönliches in einer Gruppe zu reflektieren oder den eigenen Lebensweg zu planen, stelle ich mir in einer Gruppe eher schwierig vor.

Atemtechniken, Entspannungs- und Stressbewältigungsmethoden sind meines Erachtens auch Möglichkeiten, auf eine „innere Reise“ zu GEHEN. Ich habe in diesem Jahr so einiges ausprobiert und bei allen Methoden habe ich viel über mich, meine Emotionen und Glaubenssätze, über Zusammenhänge zwischen Körper und Geist sowie über vorherige Leben gelernt. Anwendungen wie regelmäßige Fußreflex-Zonenmassage, Seelenreinigung, energetische Behandlung, Feng Shui im Büro, Bachblüten-Therapie – sind Themen, mit denen ich mich in diesem Jahr beschäftigt und dementsprechend auch viel mit mir und meinen Gedanken, Emotionen und Erfahrungen auseinandergesetzt habe. Das fängt bei „Behandlungen“ an und GEHT weiter übers Bücher lesen, Recherchieren und sich mit Gleichgesinnten darüber austauschen. Beim Auswertungsgespräch der Seelenreinigung bin ich nicht nur in mich, sondern in vorherige Leben, in denen meine Seele war, gegangen. Vieles ist nach wie vor schwer für mich zu fassen, zu be-greifen, aber ich glaube daran, dass um uns noch mehr ist als das, was wir sehen und anfassen können.

Am 27. Dezember veröffentliche ich eine Podcastfolge, in der meine Gesprächspartnerin Antje eine geführte Meditation – eine Reise durch deinen Körper und Geist – einspricht. Ein Geschenk für mich an dich, zwischen den Jahren auf diese Weise „in dich zu GEHEN“. von 

Vision Board Collage mit Zielen für 2022
Das war mein - viel zu volles - Vision Board für 2022

Ich erwähnte weiter oben mein Vision Board. Das oder auch ein Mood Board erstellen ist für mich eine weitere Möglichkeit, „in sich zu GEHEN“. Denn in dem Moment, in dem wir ein Vision Board gestalten, beschäftigen wir uns mit unseren Wünschen, Zielen und Visionen. Ich habe die letzten vier Jahre Vision Boards erstellt. Meine Erkenntnis in diesem Jahr: ich hatte zu viele Pläne/Projekte/Ziele/Wünsche auf meinem Vision Board platziert. Als ich nach dem Sommer einen längeren Blick auf das Board warf, stellte ich mit Erschrecken fest, dass ich das meiste noch nicht angefangen geschweige denn umgesetzt hatte. Die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und allgemein schwierigen Umstände haben da sicherlich einen großen Teil zu beigetragen. Es reicht also nicht, sich die Dinge nur zu wünschen und positive Affirmationen ans Universum zu schicken. Wir müssen uns für das Erreichen schon selbst bewegen. Ich sah mir all die Träume auf dem Vision Board 2022 an und beschloss, wenigsten noch ein Projekt im Herbst zu starten. Und das war mein Podcast, dessen vierte Folge dieses Thema – das in sich GEHEN – zum Gegenstand hat.

In sich GEHEN – ist wohl eher ein Thema, das wir allein mit uns „bearbeiten“. Jedoch denke ich, dass es auch zu zweit sehr hilfreich sein kann. Ob das nun ein Coach, eine psychologische Beratung oder ein Mentoring ist, eine zweite Person stellt andere Fragen, hat einen anderen Blick auf die Themen und kann neue Aspekte beitragen. Ich war z.B. bei einer Psychologin (im Zuge meiner starken und langanhaltenden Schulter- und Armschmerzen). Wir sprachen eine Stunde lang über diverse Themen, die für die Schmerzen verantwortlich sein könnten. Am Ende der Stunde fragte sie mich, ob mir das Gespräch geholfen hätte und ich jetzt wüsste, wie ich weiterGEHEN sollte. Ich meinte, dass ich in der Theorie alles weiß und es in meinen Beratungen teilweise auch weitergebe, doch dass es mir schwerfällt, allein in die Umsetzung zu kommen. Ihre Antwort daraufhin: Das sind Themen, die sie nicht allein bewältigen können, da wäre eine Begleitung sehr hilfreich. Und so sehe ich das auch bei anderen Themen, dass es zu zweit, mit einer Außenstehenden, leichter voranGEHEN kann.

Aus diesem Grund biete ich meine GEHspräche, meine Coachings to Go und auch meinen Vision Walk an. Der ganztägige Vision Walk ist eine Art Pilgereise, auf der wir deine (Business-)Träume zum Leben erwecken und auf der du erfährst, wie du mit dem Wissen um sie leichter, schneller sowie zufriedener deine Ziele erreichst und deine Träume lebst. Nach unserem gemeinsamen Vision Walk hast du Wegweiser und Markierungen für dein (Business-)Leben gesetzt. Hast du eine kraftvolle Vision (deines Unternehmens), die dich ab jetzt antreibt. Übernimmst du Verantwortung für deine Ziele und weißt in welche Richtung du GEHST.

Bei meinem Programm „GEH raus & werde sichtbar“ gibt es in den ersten zwei Modulen einige Momente, in denen meine Kundinnen „in sich GEHEH“, sich über ihre Stärken, Werte und Ziele klar werden. Das ist auch eine Art von „in sich GEHEN“. Denn nur wenn wir uns selbst richtig gut kennen, können wir uns auch auf unsere Kund:innen einlassen, herausfinden, was ihre Herausforderungen und Wünsche sind und so mit unseren Angeboten zur Lösung und Erfüllung beitragen.

Die Schrittemacher liegend am Strand mit Blicks auf die Ostsee
In sich GEHEN mit Blick aufs Wasser - das bringt die Gedanken zum Fließen

Mögliche Reflexionsfragen beim „in sich GEHEN“

Fällt es dir schwer, einfach so auf Gedankenreise zu GEHEN, können dir Reflexionsfragen helfen.  Googelst du danach, findest du eine große Auswahl an Seiten, die dir Fragen an die Hand geben, mit denen du „in dich GEHEN“ kannst, gerade jetzt zum Jahresende/Jahreswechsel. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche: dein Business, deine Beziehung(en), deine Gesundheit, dein Seelenfrieden.

Hier ein paar Fragen, die ich kürzlich in einem Freebie/Workbook bekommen habe. Und meine Antworten als Beispiele dazu. Sie beziehen sich sowohl auf Privates als auch aufs Business.

Blicke auf dein Jahr zurück. Wenn du ein Gefühl oder Wort für das Jahr finden solltest, welches wäre es?
LERNEN. Mich besser kennenlernen. Erfahrungen sammeln. Neue Methoden, Techniken und Personen (kennen)lernen.

Was waren deine Ziele und welche davon konntest du umsetzen?
Diese habe ich ausführlich im Jahresrück- und Ausblick 2021/2022 sowie im Artikel zum 3. Geburtstag von DIE SCHRITTEMACHER beschrieben. In Kurzform sieht die Bilanz wie folgt aus:

  • Online-Kurs „Runter vom S.O.F.A.“ launchen und durchführen – nicht umgesetzt.
  • Ich möchte mit meinem 1:1 Coaching „GEH raus & werde sichtbar“ viele weitere Frauen auf ihrem Weg in die Sichtbarkeit und in ein erfolgreiches Business begleiten, ihre Stärken und Alleinstellungsmerkmale herauskristallisieren – mehrfach umgesetzt.
  • Ich möchte regelmäßig Newsletter verschicken – umgesetzt.
  • Und Blogartikel schreiben – ebenfalls umgesetzt.
  • Ich möchte mehr TeamWalks anbieten, die sich ggf. zu Walkshops (statt Workshops) entwickeln können, denn beim GEHEN lernt es sich viel leichter – nur teilweise umgesetzt; es hätten mehr TeamWalks sein können.
  • Ich hätte Lust auf einen eigenen Podcast – umgesetzt, wenn auch erst in der 2. Jahreshälfte.
  • Auch gibt es das große weite Ziel, ein interaktives Buch, das digitale und analoge Wege verbindet, zu schreiben und zu gestalten – nicht umgesetzt, aber weitere Ideen notiert.
  • Neben dem Business Women Walk einmal im Monat einen After Work Walk (offen für alle – egal ob m/w/d, ob angestellt oder selbstständig/freiberuflich) durchzuführen – dreimal umgesetzt, dann wieder aufgegeben.
  • Weiterhin auf meinen WortWegen unterwegs zu sein und Texte/Produkte erschaffen, die zu mehr Sichtbarkeit, Bekanntheit und Erfolg führen – teilweise umgesetzt, hätten mehr Aufträge sein können.
  • Zwei neue Angebote (VIP DAY und Walking Retreat) anzubieten – aus dem VIP Day ist der Vision Walk geworden und das Walking Retreat steht weiterhin auf der Wunschliste.

Gibt es Gedanken und Worte, die noch nicht gesagt wurden, die du aber gern noch ausdrücken möchtest? Nein, momentan nicht.

Was waren deine drei größten Herausforderungen, die du meistern musstest?

  1. Den Vision Workshop als Verkaufsseminar für den „Runter vom SOFA“ Kurs zu konzipieren, durchzuführen und dann den Kurs zu verkaufen.
  2. Der Transfer meiner Webseite zu einem neuen Hosting-Anbieter bzw. die komplette Neugestaltung meiner Seite. Parallel dazu die Zusammenarbeit, Absprachen mit und letztendlich Trennung von meiner Virtuellen Assistentin.
  3. Meine Gesundheit. Im Oktober schlichen sich Schulter-, Nacken- und Armschmerzen langsam ein, die jetzt, im Dezember immer noch nicht weg sind. Totale Verspannungen, Sehnenansatz-Entzündungen im rechten Oberarm sowie zusammengepresste Bandscheiben im Halswirbelbereich, die ihre Funktion als „Puffer“ zwischen den Wirbeln verloren haben und so zusammengedrückt sind, dass die von ihnen abgehenden Nerven ebenfalls zusammengedrückt werden und dadurch die Schmerzen verursachen.

Was waren die drei schönsten Begegnungen oder Bekanntschaften in diesem Jahr und warum?

  1. Treffen mit meinen „Heilerinnen“ (Heilpraktikerin – Bachblüten & Fußreflexzonenmassage, Seelenreinigerin, Energetisch arbeitende Heilpraktikerin)
  2. Die Zusammenarbeit mit meinen Coachees im 1:1 Programm „GEH raus & werde sichtbar“
  3. Zeugnisübergabe, Abi-Ball und viele emotionale Gespräche mit unserem großen Sohn.

Was waren deine größten Learnings?

  1. Endlich bzw. rechtzeitig auf die Zeichen meines Körpers zu hören, mir Ruhezeiten zu gönnen, auf mich aufzupassen. Wenn es mir nicht gut geht, kann ich auch niemand anderen helfen.
  2. Ich scheine meinen alten Job und die damit verbundenen Emotionen/Verletzungen endlich verarbeitet und hinter mir gelassen zu haben.
  3. Alles hat seine Zeit. Wenn es sich „ausgelaufen“ hat, nicht krampfhaft dran festhalten. Reflektieren, auswerten, loslassen und Neues anGEHEN.

Welche limitierenden Glaubenssätze konntest du auflösen?

Ganz aufgelöst habe ich sie wohl noch nicht. Aber ich bin bei. Meine Glaubenssätze waren bzw. sind z.B.: Ich bin nicht gut genug. Ich muss von allen gemocht werden. Ich muss perfekt sein bzw. alles perfekt erledigen/abliefern. Ich muss es allein schaffen. Ich darf nicht schwach sein.

Was war in diesem Jahr das beste Produkt/Angebot, mit dem du deine Kund:innen unterstützen konntest?

Das ist zum einen immer noch der Business Women Walk, bei dem ich Frauen zusammen- und in Bewegung bringe. Das ist zum anderen mein 6-wöchiges 1:1 Programm „GEH raus & werde sichtbar“.

Was hat dir in deinem Business richtig viel Freude bereitet und was könntest du immer wieder tun?

Hier kann ich die gleiche Antwort wie bei der vorherigen Frage geben. Hinzu kommen GEHspräche und längere Wanderungen mit meinen Kundinnen sowie die Planung und Durchführung von TeamWalks.

Was möchtest du von deinem Business mit ins nächste Jahr nehmen? Welche Bereiche möchtest du unbedingt noch anGEHEN?

Definitiv möchte ich den Business Women Walk, meine Angebote für Unternehmen und Teams, meine 1:1 Coachings und auch den Telko Walk, der 1,5 Jahre sehr gut lief, momentan aber pausiert, mit ins nächste Jahr nehmen. Ausbauen, weil gerade erst begonnen, möchte ich meinen Podcast „Da GEHT (noch) was!“, die Umgestaltung des Online-Kurses „Runter vom S.O.F.A.“ zum Selbstlern-Kurs mit der Option, die vier Module/Workbooks auch einzeln zu buchen/zu erwerben. Und ich überlege, ob ich aus dem 1:1 Sichtbarkeits-Coaching einen Online-Kurs für eine kleine Gruppe kreiere. Die Idee eines eigenen Buches schwirrt natürlich immer noch in meinem Kopf und passend dazu, möchte ich gern wieder mehr Schreib- sowie Planungs- und Konzeptions-Aufträge umsetzen.

Was konntest du über dich selbst lernen? Gab es eine neue Seite, die du an dir entdecken konntest?

Was ich über mich gelernt habe, wurde mir eher von außen/von anderen an mich herangetragen, als dass ich es selbst erkannt habe. Zum Beispiel wurde ich gefragt, ob ich eine NLP (Neurolinguistisches Programmieren) Ausbildung hätte, weil ich so reden und agieren würde. Das habe ich nicht, finde das Thema jedoch sehr spannend und habe mir Buch- und Ausbildungs-Empfehlungen angesehen und auf der To Do Liste notiert. Eine weitere Sache, die ich erfahren durfte, dass ich mich immer mehr für die Bereiche Spiritualität oder auch Psychologie (das wollte ich damals gern studieren) öffne und jetzt eine gute Zeit kommt, mich mehr mit diesen Themen auseinanderzusetzen und Neues zu lernen. Mich also auch persönlich noch weiter zu entwickeln.  

Für welche Menschen, Umstände und Erlebnisse bist du dankbar?

Nach wie vor für meine engste Familie, für meinen Mann und unser harmonisches, Kraft und Vertrauen gebendes Familienleben. Für die Gespräche mit unseren Söhnen, dass sie gesund, klug und einfach wunderbare junge Männer sind. Dafür, dass mein Mann mich nach wie vor auch finanziell unterstützt, dass ich meinen Traum von der Selbstständigkeit nicht aufgeben muss, auch wenn es schwierigere Monate gibt.

Weiterhin für mein wunderbares Netzwerk hier in Rostock, für Wegbegleiterinnen und sich immer wieder neu öffnende Türen. Dafür, dass wir hier im wunderschönen Mecklenburg-Vorpommern wohnen an der Ostsee leben, wo es keine Naturkatastrophen und Kriege gibt.

Was möchtest du loslassen? Wozu möchtest du nein sagen?

Ich wünschte, es gäbe ein Medikament oder eine Kur oder ich weiß nicht was, dass ich endlich nicht mehr so ver- und angespannt bin. So sehr, dass es regelmäßig schmerzvolle Auswirkungen auf meine Gesundheit hat. Ich weiß, dass mein Kopf der „Übeltäter“ ist und dass ich mit Entspannungs- und Stressbewältigungsmethoden diese Probleme lösen könnte, doch ich finde es momentan einfach (noch) zu anstrengend. Ich möchte nein sagen zu Themen/Dingen, die mir Energie rauben, zu meinen hohen Erwartungen und meinem Perfektionismus (wobei ich das schon ganz gut hinbekomme). Lieber möchte ich JA sagen, aber das war ja gerade nicht die Frage. 😉

So, das waren einige Fragen, die dir beim „in dich GEHEN“ helfen können. Erzähle mir gern, wie es dir mit den Fragen ergangen ist, ob sie dir genützt haben oder auch, ob du noch andere Fragen hast, die mir und den Leser:innen helfen könnten.

Die Schrittemacher beim Gedankengang am Spülsaum der Ostsee
Spazier- und Müßiggang - wichtig & hilfreich beim in sich GEHEN

Mehr Erfahrungen & Tipps

Wir sollten nicht erst reflektieren und ins Überlegen/Überdenken kommen, wenn etwas passiert ist (wie bei mir, siehe oben), sondern regelmäßig, vielleicht auch nicht nur einmal im Jahr, sondern alle 6 oder 3 Monate. Dann ist das Zurückblicken und Sich-Gedanken-Machen nicht so umfangreich und unübersichtlich. Meine Jahresrückblicke, die ich für enge Freunde und Familie schreibe oder auch die Jahres-Foto-Bücher, die ich für unsere 4er-Familie gestalte, brauchen mehrere Tage. Zunächst das Sammeln aller Ereignisse (bzw. der Fotos fürs Fotobuch) und dann das „Schön-Schreiben“. Das schaff ich nicht mal eben in einer Stunde…

Wenn weniger Wochen und Monate, weniger Ereignisse und Begegnungen zu „überblicken“ sind, GEHT es womöglich zügiger, wobei ich da wieder bei dem Thema bin, zu dem ich auch gern mehr „nein“ sagen möchte: zur Schnelligkeit, dass alles sofort erledigt bzw. (erfolgreich) geschafft sein muss. Mehr JA’s zur Geduld und zum MüßigGANG, denn genau den benötigen wir, wenn wir „in uns GEHEN“ wollen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit den Beispielen von möglichen Wegen, um „in dich zu GEHEN“ Impulse und Anregungen geben, dich selbst einmal auf den Weg zu machen, solltest du es bisher nicht getan haben. Und falls du ein „alter Hase“ in den Bereichen Innenschau, Reflexion oder Visualisieren bist, konnte ich dir vielleicht ein paar neue Ideen mit auf deinen Weg geben.

Und wenn es dir wie mir GEHT, dass dir eine zweite Person an deiner Seite helfen würde, dann bin ich gern deine WEGbegleiterin und GEHsprächspartnerin. Schau dich gern auf meiner Webseite um, ich biete sowohl kürzere als auch längere Coachings to Go an.

Fest steht, ab und zu „in sich GEHEN“ ist superwichtig und tut gut! Also, let’s go.

Welche Erfahrungen hast du mit Meditation, Reflektieren oder „in dich GEHEN“ gemacht? Wie fühlte es sich in dem Moment und hinterher an? Hast du Veränderungen bemerkt? Welcher „in sich GEHEN“ Weg ist dein liebster? Oder welchen Ort nutzt du für deine Innenschau und GedankenGänge?  

Ich freue mich riesig über eine persönliche Nachricht von dir oder auch über deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

Ich wünsche dir in den kommenden Wochen Zeit und Müßigkeit für eine Gedankenreise durch dein Jahr 2022 sowie für eine Visualisierung des kommenden Jahres.

Alles Liebe und bitte bleib GEHsund.
Deine Annett

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Annett Liskewitsch am Tisch hinter Laptop und Ringlicht

Hallo, ich bin Annett!

Mein Motto: 
BEWEG DEIN LEBEN! BEWEG DEIN BUSINESS!

Als GEHsprächspartnerin, WEGbegleiterin & KommunkationsStrategin bin ich Expertin für klärende & voranbringende GEHdanken.

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